this post was submitted on 20 Feb 2025
21 points (95.7% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

2537 readers
590 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Ursprünglich wurde diese Community auf feddit.de gegründet. Nachdem feddit.de mit immer mehr IT-Problemen kämpft und die Admins nicht verfügbar sind, hat ein Teil der Community beschlossen einen Umzug auf eine neue Instanz unter dem Dach der Fediverse Foundation durchzuführen.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 8 months ago
MODERATORS
 

Gerade dieses Video des "Wirtschaftswarntags" gesehen. Die Dame fordert, dass Unternehmen vom Staat ihre Energiekosten gedrückt bekommen, weil sonst ja nix geht.

was ist besser daran, wenn der Staat mit den Steuern der Bürger Unternehmen fördert, als wenn die Produkte einfach teurer werden und dann nur die wirklichen Kunden selber die Unternehmen dafür bezahlen müssen?

abgesehen von Luxussteuer und anderen Umverteilungslösungen, die ja nicht wirklich gemacht werden, ist das doch Geldverschwendung?

wenn produkte dann teurer werden kaufen Unternehmen und Menschen mehr aus dem Ausland. entsprechend erhöht man Importzölle für energieintensive Produkte, und kann mit dem Geld dann die Energiewende finanzieren?

Ein Klimageld (hust hust kommt das noch?) wäre dann eine weitere Umverteilungsmaßnahme gegen Armut durch Inflation.

Von Bedingungslosem Grundeinkommen, Wohngeld, besserem Bafög und BAB, und sofortiger uneingeschränkter Arbeitserlaubnis für Hergezogene mal zu schweigen.

ich verstehe es nicht

you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
[–] muelltonne@feddit.org 12 points 4 days ago

Ich bin da auch hin- und hergerissen:

  • Ja, die Industrie braucht viel Strom. Aber das tut sie überall, man kann auch in China etwa Aluminium nicht mit weniger Strom produzieren
  • Ja, die Strompreise sind deutlich unterschiedlich in unterschiedlichen Ländern und ja, diverse Staaten subventionieren ihre stromintensive Industrie massiv
  • Ja, das machen wir auch mit dem Industriestrompreis, weil die Industrie etwa von der EEG-Umlage befreit wurde. Ich als Endverbraucher zahle also deutlich mehr für meinen Strom als der Unternehmer nebenan und der Großunternehmer weniger als der Kleinunternehmer. Das erscheint mir persönlich arg unfair, gerade da die Energiewende ja eine Wende weg von der CO2-Erzeugung sein soll
  • Denn wenn wir mal ehrlich sind: Am Ende wäre es kackegal, wie viel Strom wir verbrauchen, wenn wir den aus erneuerbaren CO2-neutralen Quellen beziehen.
  • Die Subvention energieintensiver Industrie blockiert aber genau das - denn wenn der Strom weiterhin schön günstig ist, dann gibt es weniger Anreize endlich alles auf Wind- & Solar umzustellen
  • Gerade energieintensive Betriebe könnten ja durchaus noch mehr machen, mit Windkrafträdern auf dem eigenen Betriebsgelände, dem Solarpark nebenan und so weiter, aber genau das passiert ja erstaunlicherweise nicht.
  • Die Firmen, die gerade jammern, haben auch nicht verstanden, welche riesigen Herausforderungen die russische Aggression in der Ukraine und die Erpressung mit dem Gas die letzten Jahre bedeutet hat. Völlig irre in Mitten eines auch per Energielieferungen geführten Krieges darüber zu schreien, dass Strom zu teuer ist. Es ist gerade mal einen Winter her, dass wir Angst hatten, im Winter nicht genügend Gas zum Heizen zu haben