this post was submitted on 25 Feb 2025
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Ich glaub diese Haltung kommt eher daher, dass wir in einer relativ offenen Welt leben und man mit einem deutschen Pass eigentlich überall hinkommt. Wenn Deutschland untergeht gibt es noch viele andere Orte an denen man leben kann, die ähnlich gut sind. Und dann kann man sich schon überlegen ob man für Deutschland kämpfen will oder lieber geht.
Dass gerade junge Leute die vom Staat in den letzten Jahren immer wieder benachteiligt behandelt wurden nicht mehr für diesen Staat sterben wollen sondern lieber gehen würden finde ich nicht überraschend.
Das würde unter den lezteren Punkt fallen, dem von egoismus und kurzsichtigkeit. Kein Land wird die Millionen von Europäern aufnehemen können, allein die Logistik so viele Menschen zu transportieren ist nicht möglich. Es sind dann auch nicht mehr so viele Demokratien übrig und es ist dann, sollte es wirklich soweit kommen, eigentlich auch nur eine Zeit bis diese auch vollständig aufgeteilt werden.
Und ich wiederhole: Im Verteidgungsfall geht es nicht darum für den Staat zu kämpfen sondern für das eigene Leben, die Freunde und Familie. Für unsere Rechte und Freiheiten. Und dafür dass ich, meine freunde und meine familie nicht gefoltert, getötet und/oder vergewaltigt wird. Das ist die Realität und Schrecken eines Verteidigungskrieges. Und dann will ich verdammt nochmal dass ich und/oder die Leute die diese Front davon abbhalten zu mir zu kommen gut ausgerüstet sind.
Ich habe diesen Satz selbst mal genau so gedacht (ca 15 +- Jahre, war zwar noch jung hab mir aber schon gedanken drüber gemacht). Das war im Kontext der Bundeswehr Auslandseinsätze und deren Nachklang. Und in diesem Kontext stehe ich zu diesem Satz. Aber Kontexte ändern sich. Und ich war vllt zu naive und hatte die aktuelle Situation so nicht auf dem Schirm. Ich dachte, wenn es dazu kommt, dann geht die Welt sowieso in einem nuklearen Krieg unter, aufgrund des atomaren Schutzschildes der USA. In meiner Verteidigung hab ich jedoch damals schon gefallen für mehr Unabhängig von der USA auch im militärischen Bereich, z.Bsp. für eine europäische Armee, gefunden,, zugegebener Maßen auch hauptsächlich wegen Kosteffektivität.
Ironischerweise hätte ich erwartet, dass, die die Links wählen dies auch aufgrund einer Empathie Fähigkeit tun. Aber dann scheint es wieder als könnten viele das Schrecken eines Verteidigungskrieges, oder den Schrecken den ein Kriegsflüchtlings erfährt nicht nachvollziehen. Das gibt mir das Gefühl, dass, statt aus Empathy, Rationalität und Vernunft, Links aus ignoranter Ideologie gewählt wird. Das ist Schade.
Puh ich weiß nicht, ich finde es absolut verständlich, dass Leute ihr Leben nicht für andere Opfern wollen. Würde ich nie von jemandem fordern für mich zu tun. Ich hab aber großen Respekt vor allen die diese Bereitschaft haben.
Da gehe ich aber natürlich komplett mit. Wenn jemand schon den Kopf für mich hinhält, dann sollen sie alle Hilfe bekommen die sie brauchen.
Auch ich fordere dies nicht, auch wenn ich es erhoffe wenn die Zeit kommen sollte. Aber dadurch auch die Finanzierung und die Unterstützung derjenigen die dies, auch für mich tun bevor die Front zu mir kommt, zu verweigern ist falsch, da sind wir uns ja einig. Und wenn die Front zu einem selber gekommen ist dann geht es wie gesagt nicht nur um andere sondern auch um einen selber. Man kann natürlich Kriegsflüchtling werden, auch kein angenehmes Schicksal, und ob dies in einer Welt in der sogar Europa gefallen ist irgend einen positiven Ausblick hat weiß ich nicht. Die Aussage unterstellt jedoch, dass der Krieg einem die Wahl lassen würde sich zu verteidigen, dass es die moralische bessere Entscheidung wäre "nicht auf den zu schießen der hier genauso wenig sein will", zumindest empfinde ich die Aussage so und dieser Eindruck wird durch die Tatsache der Finanzierungsverweigerung, in einigen Fällen wie der Partei die Linke, unterstützt. Auch das man die Gefahr nicht sieht dass es dazu kommen könnte wenn man sich nicht darauf vorbereitet (oder selbst wenn man es tut) ist kritisch, meiner Meinung nach. Und die Ukraine verteidigt ja gerade auch uns, solange Russland nicht die Ukraine erobert ist doe Gefahr dass die Front zu uns kommt gering.
Das viele den Schrecken, die Realität und die Möglichkeit eines Verteidigungskrieges nicht nachvollziehen können, und dass dies ein Grund für solche Aussagen ist vermute ich weiterhin, zumindest hab ich mit mir selbst ein sample size von 1/1, auch wenn dies schon ne weile her ist.
Das ist glaube etwas, was sehr viele Leute vergessen. Die halten aktuell ihren Kopf für uns hin. Denen die Unterstützung zu verweigern ist schon ziemlich dämlich.