Ich bin gar nicht so überzeugt, dass das so viel mit mangelnder Medienkompetenz im Vergleich zu Jüngeren zusammenhängt, die jüngeren "Digital Natives" werden oft überschätzt. Ich denke, dass es eher eine Rolle spielt, was verfängt und was nicht - Ältere Generationen wurden anders sozialisiert als Jüngere und werden 50+ mit spürbarem Älterwerden, Altersdiskriminierung und Renteneintritt (der für viele Altersarmut bedeutet) konfrontiert, da kann man sich schnell radikalisieren wenn man vorher eh schon esotherisch drauf war, oder vielleicht ausländerfeindlich oder schwulenfeindlich ist und plötzlich ständig vorgehalten bekommt, dass das nicht mehr in Ordnung ist.
Mal unter der Prämisse, dass es überhaupt stimmt, dass Ältere anfälliger sind. Die erwähnten Beratungsstellen sind ja nicht zwingend repräsentativ für alle Beratungsstellen, und es ist sicher auch nicht für alle Gruppen gleich wahrscheinlich, dass sie oder ihre Angehörigen zu einer Beratungsstelle gehen.